Internetseite des Büros des geehrten Revolutionsoberhaupts Seyyed Ali Khamenei

Zu den Befehlsbefugten im Sepah

Zu dem Wort „Sepah“ (Heer) sagte Ajatollah Khamenei , dass kein anderes Organ so sehr vom Wesen her zum Schutz der Islamischen Revolution als eines der wertvollsten Ereignisse im Iran verpflichtet sei und forderte die Heranbildung neuer junger Sepah-Mitglieder. Er sagte über das Wort „Pasdar“ (Hüter) und „Pasdari“ (Behütung) in Bezug auf die Revolution, dass sie Symbol für festen Willen und revolutionäre Präsenz und Identität sind. Ajatollah Khamenei erklärte: „Wenn es heißt `Schutz der Revolution` dann bedeutet es, dass der revolutionäre Willen nach wie vor fest und die Revolution nach wie vor stark ist, lebt und existiert, denn wenn die Revolution nicht mehr lebt, erübrigt sich der Begriff `Schutz der Revolution`.“ Der Begriff „die Revolution behüten und schützen“ beinhalte ebenso, dass sie in Gefahr ist, fuhr er fort, und fügte hinzu: „Wenn es keine Bedrohung für die Revolution gäbe, wäre auch ihr Schutz nicht nötig.“ Das Oberhaupt der Islamischen Revolution bezeichnete es als eine der wichtigen Pflichten des Heeres der Revolutionsgarden, unablässig die Angelegenheiten im Inland, in der Region und auf der Welt zu beobachten, um eventuelle Gefahren zu erkennen. Als weiteren Aspekt des Begriffes „Schutz der Revolution“ betrachtete der werte Revolutionsführer die ständige Wachsamkeit. Er unterstrich: „Wir haben niemals einen Krieg begonnen und werden auch keinen beginnen. Da aber die Islamische Revolution ständig von Feinden und Störenfrieden bedroht wird, ist es absolut notwendig, dass der Sepah sich immer wachsam verhält und geeignet auf die Bedrohungen vorbereitet ist.“ Er sagte weiter, das Behüten der Revolution bedeute auch, die Revolution in Ehren zu halten, und dies erfordere wiederum ein klares und umfassendes Wissen über die Revolution. Ein solches Wissen müsse in allen Abteilungen und auf allen Stufen des Sepahs vorhanden sein. Er verwies darauf, dass der Feind dadurch Einfluss zu gewinnen versucht, dass der die Überzeugungen ins Schwanken bringt, und fuhr fort, diesem feindlichem Vordringen könne dadurch vorgebeugt werden, dass die Mitglieder des Sepahs aufgrund von Logik und Überzeugungskraft mit der festen Lehre der Revolution ausgerüstet werden. Auch die Kenntnis vom Feind gehöre zu der Bewachung der Revolution, sage Ajatollah Khamenei weiter und fügte hinzu: „Mit dem Feind sind die arroganten Weltmächte gemeint. Das anschaulichste Beispiel liefern die USA, denen reaktionäre Regimes und charakterschwache Menschen als Handlanger dienen.“ „Der Schutz der Revolution“, so fügte er hinzu, „macht die Kenntnis von den Schwachpunkten des Feindes im Denken und Handeln erforderlich.“ Er verwies auf einige solcher grundlegenden Mängel auf der Seite der Aggressoren und sagte: „Die Feinde der Islamischen Revolution sind diejenigen, die vor einigen Jahren mit Parolen wie `Terrorismusbekämpfung`, `Einführung von Demokratie` und `Herstellung von Frieden` in die Region gekommen sind. Sie haben aber der Region nur Unsicherheit, wilden und brutalen Terrorismus sowie Kriegsfeuer beschert.“ Er fuhr fort: „ Die Parolen von der Einführung der Demokratie in der Region, welche die Amerikaner ausgaben, sind heute zu ihrer Achillesferse und zu einem Paradox geworden, denn die reaktionärsten und autoritärsten Regimes in der Region setzen mit Hilfe der USA und ihren Unterstützungen ihre Verbrechen fort.“ Daraufhin sprach Ajatollah Khamenei über die wahre Bedeutung des Begriffes „Inqilab“ – Revolution. Er sagte, die Revolution ist eine kontinuierliche Erscheinung und ein tiefgehender endloser Wandlungsprozess. Er erklärte dazu: „Im Gegensatz zu den Vorstellungen und Suggestionen der fremden Denkfabriken, welche einige im Inland nachreden, nimmt die Revolution kein Ende und lässt sich nicht in eine `Islamische Republik` nach deren Geschmack umändern.“ Ajatollah Khamenei sagte, die Aufstellung von grundlegenden Idealen sei der erste Schritt jeder Revolution und diese Grundsätze seien im Gegenteil zu den Methoden und Mitteln unveränderbar. Unter Heranziehung des Korans sagte er, das anzustrebende Ideal sei das „gute Leben“, von dem im Koran gesprochen wird. Dieses gute Leben umfasse alle Dinge, die ein Volk braucht, um an Wohl und Glück zu gelangen. Als einige Merkmale des guten Lebens im Sinne des Korans nannte er die nationale Stärke und die Unabhängigkeit im Sinne davon, dass eine Nation frei von der Unterdrückung und Vorherrschaft der internationalen Erpresser und Gewaltmächte ist. Außerdem würde sich ein gutes Leben im korankonformen Sinne durch mit Spiritualität einhergehendem Fortschritt in Wissenschaft und Zivilisierung der Welt, Gerechtigkeit, Wohlstand, islamische Gepflogenheiten und den islamischen Lebensstil auszeichnen. Ajatollah Khamenei betonte: „Das Streben in Richtung dieser idealen Gesellschaft ist eine unaufhörliche Bewegung und in Wahrheit ein ständiger Wandlungsprozess in Richtung des Herrn der Welten.“ Er sagte, der Glaube an Gott und der Nicht-Glaube an jeglichen Abgott kennzeichnen ebenso das „gute Leben“ welches im Koran gemeint ist. In diesem Zusammenhang machte er auf die Propaganda des Westens zur Verbreitung der Meinung aufmerksam, der Gottglaube bedeute nicht automatisch die Ablehnung von falschen Göttern. Ajatollah Khamenei erklärte, man wolle durch Verbreitung eines solchen Gedankens den Abscheu des Volkes gegenüber den Herrenmächten vermindern. Das Revolutionsoberhaupt betonte, der Glaube an den Herrn und Schöpfer und der Unglaube gegenüber den Abgöttern und Götzen gehörten in einem korankonformen „edlen Leben“ (hayat taiba) zusammen. Das Revolutionsoberhaupt sagte weiter, die derzeitigen Agitationen des Westens fokussierten auch darauf, die Außen- und Innenpolitik von der Ideologie zu trennen und erklärte: „Sie wollen, dass wir in der Außenpolitik nicht mehr unsere Grundsätze mitwirken lassen. Jedoch gelten Denkweise, Überzeugung und Ideologie in allen Bereichen als entscheidender Wegweiser.“ Ajatollah Khamenei verwies auf die Widersprüchlichkeit zwischen zwei Aussagen, die in letzter Zeit in der Propaganda der fremden Staaten auftauchen, und sagte: „Auf der einen Seite sagen die Feinde, die Islamische Republik besitze in der Region Einfluss und Macht, und auf der anderen Seite sagen sie: `Stellt das revolutionäre Denken beiseite, damit die Staatengemeinschaft euch aufnimmt!`“ Ajatollah Khamenei fuhr fort: „Diese beiden Aussagen stehen im Widerspruch zu einander, denn unsere Stärke und unser Einfluss gehen gerade auf das revolutionäre Denken und Handeln zurück, und wir werden geschwächt werden, wenn wir diese beiseitelassen.“ Er fuhr fort: „Es ist ein wichtiges Ziel der Feinde, dass die iranische Nation das revolutionäre Denken aufgibt, damit sie ihre Macht verliert und in die Pläne einiger herrischen Staaten , die von sich behaupten die Weltgemeinschaft zu sein, einbezogen und darin aufgelöst wird.“ Ajatollah Khamenei wandte sich daraufhin dem Wort „islamisch“ in der Bezeichnung „Heer der Beschützer der Islamischen Revolution“ zu. Er unterstrich: „Der Islam ist die Grundlage der Revolution, aber einige fürchten sich alleine schon vor dem Namen „Islam“ und sagen daher nicht „Islamische Revolution“ sondern Revolution 57 (1979).“ Das Revolutionsoberhaupt sagte, der Inhalt der Revolution sei der wahre Islam, und erklärte im Zusammenhang auf das abwegige und stumpfsinnige Denken der takfiristischen Gruppen: „Der Islam, der sich auf die Vernunft und die Überlieferungen, den Koran und die Erkenntnis des Propheten und seines Hauses (gegrüßet seien ) stützt, ist Grundlage unserer Revolution und kann in allen fortschrittlichen Kreisen der Welt mit einer starken Logik vorgestellt und verteidigt werden.“ Ajatollah Khamenei sagte mit Hinweis auf die Wirkung der Islamischen Revolution auf den Geist und die Herzen der muslimischen Völker weiter: „ Die iranische Nation akzeptiert keinen Islam, der sich auf die persönlichen Werke beschränkt, einen säkularen „Islam“, einen Islam ohne Dschihad und Schahadat, ohne Ausführung des Gebotes, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verwehren. Den Islam der Revolution kann man in den Versen des Korans und im Letzten Willen des Imam (Chomeini - Gott habe ihn selig) und in seinen Ansprachen und Schriften finden.“ Ajatollah Khamenei beendete diesen Abschnitt damit, dass er sagte: „Ihr Heer der Hüter der Islamischen Revolution seid Träger solcher tiefen umfassenden Begriffe und müsst in voller Wachsamkeit und mit aller Kraft eure Beschützung fortsetzen.“ Er fuhr fort: „Der Sepah ist ein großer göttlicher Segen und alle müssen diesen Segen zu schätzen wissen, auch der Sepah selber.“ Er fügte hinzu, diese Institution müsse alles vermeiden, was anderen einen Vorwand liefert und ihrem Ansehen schadet. Der Sepah müsse in allen Bereichen weiter die gerade Linie der Revolution verfolgen. Außerdem sollte dieses Heer alle Bedrohungen im Auge behalten. Er sagte: „Zu den großen Gefahren gehören die Versuche des Feindes Einfluss zu nehmen“, und fuhr fort: „Die Einflussnahme in der Wirtschaft und im Sicherheitsbereich ist natürlich gefährlich und hat schwerwiegende Folgen, aber eine überaus größere Gefahr ist die Einflussnahme in der Politik und Kultur. Alle müssen davor auf der Hut sein.“ Ajatollah Khamenei erinnerte daran, dass die Feinde massiv in die Einflussnahme auf die Kultur der Bevölkerung und eine allmähliche Änderung ihrer Überzeugungen investieren, und fügte hinzu: „Auch im politischen Bereich sind die Fremden bestrebt, einen Einfluss auf die Zentren der Beschlüsse und falls dies nicht gehen sollte, auf die Zentren der Vorbereitung von Beschlüssen zu gewinnen. Bei Verwirklichung dieser Komplotte werden die Ausrichtungen, Entscheidungen und das allgemeine Vorgehen des Landes aufgrund des Willens und der Wünsche der Fremdmächte erfolgen.“ Zum Schluss appellierte Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei an alle, wachsam gegenüber den Machenschaften des Feindes zu bleiben und sagte: „Sie warten nur darauf, dass die Bevölkerung und die Staatsordnung einschlummert, damit sie ihre Ziele verwirklichen können. Aber die Bevölkerung und die Verantwortlichen lassen nicht zu, dass diese diabolische Hoffnung der Fremden sich in ihren Herzen festigt.“ Ajatollah Khamenei unterstrich: „Wir müssen die Grundlagen des revolutionären Denkens und der revolutionären Haltung dermaßen im Land stabilisieren, dass nichts die Fortsetzung dieses leuchtenden Weges stören kann und dies ist grundlegende Aufgabe aller Elitekräfte.“ Er verwies auch noch auf die hohe Bedeutung des Monats Dhu-l Hadscha und rief alle auf, die wichtigen Tagen und Stunden in diesem edlen (Hadsch-) Monat zu nutzen. Über den großen Arafat-Tag ( 9. Dhu-l Hadscha) sagte er: „Den Arafat-Tag muss man zu schätzen wissen, die tiefsinnigen Gebete dieses Tages lesen und darüber nachdenken und einen Proviant für den schweren und langen Weg durchs Leben und die nötige Stärkung und Energie auf diesem Weg anlegen.“ Vor den Ausführungen des Revolutionsoberhauptes sprach der Vertreter des Wali Faqih, Hudschtal-ul Islam wa-l Muslimin Saidi über die Kulturarbeit im Sepah. Auch der Oberkommandeur des Sepahs, General Dschafari hielt eine kurze Ansprache. Er versicherte, dass die Fähigkeiten des Islamischen Irans im Bereich der Verteidigung und der Sicherheit noch nie so groß wie jetzt gewesen sind.
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